

Ganzheitliche Praxis für
Physiotherapie
Yoga & Pilates | Natur & Mindset
Sandra & Michael Etges
Industriestraße 51b, 56218 Mülheim-Kärlich
02630 / 50 23 999
info@physio-spirit-muelheim-kaerlich.de
Öffnungszeiten Mo - Do 08 - 18 Uhr | Fr 08 - 14 Uhr
Füße
Wenn jeder Schritt etwas erzählt
Unsere Füße tragen uns durch unser ganzes Leben
Sie geben uns Halt und gleichzeitig Beweglichkeit.
Sie passen sich dem Untergrund an, federn Belastungen ab und sind bei nahezu jedem Schritt Teil einer Bewegung, die sich durch unseren ganzen Körper fortsetzt.
Und trotzdem schenken wir ihnen oft erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie anfangen, sich bemerkbar zu machen.
Vielleicht lohnt es sich also, einmal etwas genauer hinzuschauen.

Kennst Du das?
-
Schmerzen an der Ferse oder unter der Fußsohle?
-
Die ersten Schritte morgens tun besonders weh?
-
Deine Füße fühlen sich nach längerem Stehen oder Gehen müde oder überlastet an?
-
Ein Hallux valgus oder andere Veränderungen der Zehen machen Dir Beschwerden?
-
Dein Fußgewölbe hat sich verändert?
-
Dein Arzt hat Dir Einlagen verschrieben?
-
Dein Sprunggelenk fühlt sich steif oder unbeweglich an?
-
Du knickst leicht um oder fühlst dich auf einem Bein unsicher?
-
Du hast das Gefühl, beim Gehen nicht richtig über den Fuß abrollen zu können?
-
Oder Knie, Hüfte oder Rücken machen Probleme – und Du hast Deine Füße dabei bisher kaum beachtet?
Deshalb lohnt sich oft ein ganzheitlicher Blick.
Unsere Füße sind erstaunlich komplex.
Zahlreiche Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder arbeiten zusammen, damit wir gleichzeitig stabil und beweglich sein können.
Dabei muss ein gesunder Fuß keineswegs einem starren Ideal entsprechen.
Ein Fuß darf sich unter Belastung verändern.
Das Fußgewölbe darf nachgeben und sich wieder aufrichten.
Das Sprunggelenk braucht Beweglichkeit.
Und unsere Zehen dürfen sich am Boden beteiligen.
Entscheidend ist häufig weniger, wie ein Fuß aussieht, sondern vielmehr: Was kann er?
-
Kann er Belastung aufnehmen?
-
Kann er sich anpassen?
-
Kann er Kraft übertragen?
-
Und kann er sich wieder aktiv stabilisieren?

Probier es selbst aus
Wie nimmst Du Deine Füße wahr?
-
Stelle Dich barfuß hin und nimm zunächst einfach wahr, wie Deine Füße den Boden berühren.
-
Spüre Deine Ferse.
-
Den Ballen unter dem großen Zeh.
-
Den Ballen unter dem kleinen Zeh.
-
Verlagere Dein Gewicht langsam ein wenig nach vorne, hinten und zu den Seiten.
-
Wo trägst Du Dein Gewicht normalerweise?
-
Kannst Du alle drei Kontaktpunkte wahrnehmen, ohne Deine Zehen in den Boden zu krallen?
Beobachte nur. Es gibt zunächst nichts zu korrigieren.
Manchmal beginnt Veränderung nicht damit, etwas anders zu machen, sondern damit, überhaupt erst wahrzunehmen, was wir tun.
Dein Fuß arbeitet nicht allein
Wenn wir gehen, laufen, Treppen steigen oder uns aus der Hocke aufrichten, arbeitet nicht nur der Fuß.
Bewegungen des Fußes beeinflussen die Stellung und Bewegung des Unterschenkels. Das Knie reagiert darauf, die Hüfte ebenso. Gleichzeitig wirken Bewegungen aus Hüfte und Becken wieder zurück bis zum Fuß.
Unser Körper arbeitet als zusammenhängendes Bewegungssystem.
Deshalb lohnt es sich bei Knie-, Hüft- oder manchmal auch Rückenbeschwerden, den Blick ebenfalls nach unten zu richten.
Nicht, weil der Fuß immer die Ursache sein muss.
Sondern weil er ein Teil des Ganzen ist.
Kannst Du den Zusammenhang spüren?
-
Stelle Dich barfuß hin und beobachte zunächst Dein Knie.
-
Lass nun Deinen Fuß ganz sanft etwas nach innen sinken und richte ihn anschließend wieder auf.
-
Was passiert mit Deinem Unterschenkel?
-
Was macht Dein Knie?
-
Kannst Du die Bewegung vielleicht sogar bis zur Hüfte wahrnehmen?
-
Dann probiere es umgekehrt: Verändere ganz leicht die Stellung Deines Knies und beobachte, was unten am Fuß geschieht.
Es geht nicht darum, eine Bewegung als „richtig“ oder „falsch“ zu bewerten.
Es geht darum zu entdecken:
Alles hängt miteinander zusammen.
Beweglichkeit oder Stabilität? Wir brauchen beides.
Ein Fuß, der nur stabil ist, wäre ziemlich unpraktisch.
Bei jedem Schritt muss er sich dem Boden anpassen, Bewegungen zulassen und Belastung aufnehmen können.
Gleichzeitig muss er genügend Kraft entwickeln, damit wir uns wieder vom Boden abstoßen können.
Auch das Sprunggelenk spielt dabei eine wichtige Rolle.
Ist seine Beweglichkeit eingeschränkt, sucht sich unser Körper häufig andere Möglichkeiten, die notwendige Bewegung zu erzeugen.
Wie beweglich ist dein Sprunggelenk?
Stelle einen Fuß vor Dich und lass die Ferse vollständig am Boden.
Schiebe Dein Knie langsam nach vorne über den Fuß.
Wie weit kommst Du, ohne dass die Ferse abhebt?
Wie fühlt sich die Bewegung an?
Vergleiche anschließend beide Seiten.
Danach kannst Du die Bewegung einige Male ruhig wiederholen und beobachten, ob sie sich verändert.
Auch hier gilt:
Nicht jede Seitendifferenz ist automatisch ein Problem.
Interessant wird sie vor allem dann, wenn sie deutlich ausgeprägt ist und zu Deinen Beschwerden oder Deinen Bewegungsgewohnheiten passt.

Hier haben wir ein paar Fußübungen für Dich zusammengestellt.
Halte einfach das Video zu jeder Übung an.
So hast Du genau die Zeit, die Du Dir für jede Übung nehmen möchtest.
Und wenn wir den Blick noch etwas weiter öffnen
Unsere Füße haben eine ganz konkrete körperliche Aufgabe.
Sie tragen unser Gewicht.
Sie stellen den Kontakt zum Boden her.
Und mit ihnen machen wir Schritt für Schritt unseren Weg.
Deshalb können Füße auch eine interessante Einladung sein, einmal auf die eigene Lebenssituation zu schauen.
Nicht, weil ein bestimmter Gedanke automatisch Fußbeschwerden verursacht.
Und auch nicht, weil hinter jedem körperlichen Symptom ein emotionales Thema stecken muss.
Aber manchmal entdecken wir Zusammenhänge, wenn wir uns erlauben, neugierig zu werden.
Vielleicht spürst Du …
„Ich muss funktionieren.“
„Ich muss weitermachen.“
„Ich darf nicht stehen bleiben.“
„Ich muss erst wissen, wie es weitergeht.“
„Ich brauche Sicherheit, bevor ich den nächsten Schritt mache.“
Oder vielleicht merkst Du gerade, dass Du schon lange einen Weg gehst, ohne Dich zu fragen, ob er eigentlich noch Deiner ist.
Dann können Deine Füße für einen Moment zu einer ganz anderen Art von Wahrnehmungsübung werden.
Vielleicht magst du dich fragen:
-
Wie stehe ich gerade in meinem Leben?
-
Was gibt mir wirklich Halt?
-
Wo wünsche ich mir mehr Sicherheit?
-
Wo halte ich fest, obwohl Bewegung möglich wäre?
-
Gibt es einen nächsten Schritt, den ich längst spüre, aber noch nicht gehe?
-
Und muss ich eigentlich schon den ganzen Weg kennen?
-
Vielleicht nicht.
Manchmal genügt es, den Boden unter dem nächsten Schritt zu spüren.

Was Du noch
tun kannst
Schenke Deinen Füßen im Alltag wieder etwas mehr Aufmerksamkeit.
-
Gehe – wenn es für Dich angenehm und sicher ist – gelegentlich barfuß auf unterschiedlichen Untergründen.
-
Bewege Deine Zehen. Auch mal einzeln!
-
Fordere Deine Füße heraus, anstatt sie ausschließlich zu stützen.
-
Trainiere Gleichgewicht, Kraft und Beweglichkeit Deiner Fußmuskeln
-
Schau doch mal in unserem Fuß-Fit-Kurs vorbei.
-
Und vor allem: Bleib neugierig auf Deinen Körper.
Beschwerden, die neu auftreten, stark sind, nach Verletzungen entstehen, mit deutlicher Schwellung, Rötung, Überwärmung oder neurologischen Symptomen einhergehen oder über längere Zeit bestehen bleiben, sollten medizinisch beziehungsweise physiotherapeutisch abgeklärt werden.
Denn ganzheitlich auf den Körper zu schauen bedeutet nicht, körperliche Ursachen zu übersehen.
Es bedeutet, mehr als eine Perspektive zuzulassen.
Du möchtest die Zusammenhänge selbst erfahren?
Bei den SENTIA Gesundheitsabenden „Füße – Knie – Hüfte“ schauen wir nicht nur auf einzelne Gelenke.
Wir verbinden verständliches Wissen mit Wahrnehmung, Bewegung und praktischen Übungen.
Du kannst Zusammenhänge am eigenen Körper entdecken, Fragen stellen und Übungen kennenlernen, die Du anschließend selbstständig in Deinen Alltag integrieren kannst.
Denn manchmal beginnt Veränderung dort, wo wir anfangen, unseren Körper nicht nur zu behandeln – sondern ihn besser zu verstehen.

Unterstützung aus der Pflanzenwelt
Auch Heilpflanzen können bei manchen Beschwerden rund um Füße und Sprunggelenke begleitend eingesetzt werden. Sie ersetzen weder eine notwendige Diagnostik noch gezielte Bewegung oder Therapie – können aber eine wohltuende Ergänzung sein.
Beinwell wird traditionell äußerlich bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sowie bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.
Besonders interessant ist die Beinwellwurzel.
Fertige Beinwellpräparate sind eine unkomplizierte Möglichkeit für die äußerliche Anwendung.
Arnika gehört ebenfalls zu den klassischen Pflanzen bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Blutergüssen.
Sie wird äußerlich angewendet und gehört nicht auf verletzte Haut.
Rosmarin kann als Bestandteil eines Fußbades oder einer Einreibung angenehm sein und wird traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung und bei Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet.
Und manchmal braucht ein Fuß gar keine „Therapie“: Ein warmes Fußbad, ein paar ruhige Minuten und die bewusste Berührung der eigenen Füße können bereits wohltuend sein.
Wichtiger Hinweis: Heilpflanzen können Dich begleitend unterstützen, ersetzen jedoch keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder notwendige medizinische Behandlung. Bei unklaren, starken oder anhaltenden Beschwerden solltest Du die Ursache ärztlich abklären lassen.


SENTIA
Wenn Du Dir eine individuelle Begleitung wünschst
Manchmal reichen allgemeine Übungen und Informationen nicht aus.
Vielleicht bestehen Deine Beschwerden schon länger. Vielleicht hast Du bereits einiges ausprobiert.
Oder Du hast das Gefühl, dass verschiedene Themen miteinander zusammenhängen und möchtest nicht nur auf das einzelne Symptom schauen.
In der SENTIA Begleitung nehmen wir uns Zeit für genau diesen individuellen Blick.
Je nachdem, was Du mitbringst, können dabei unterschiedliche Ebenen einbezogen werden:
-
Dein Körper und
-
Deine Bewegungsmuster, insbesondere Dein Gangbild
-
Körperwahrnehmung,
-
Deine aktuelle Lebenssituation und innere Muster
-
sowie – wenn es für Dich passend ist – auch Impulse aus der Pflanzenheilkunde und Psychosomatik.
Dabei geht es nicht darum, für jedes körperliche Symptom eine psychische Erklärung zu finden.
Es geht darum, gemeinsam herauszufinden:
Was braucht Dein Körper – und was brauchst Du – gerade wirklich?